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Alt 12.09.2010, 14:36
Lilli44 Lilli44 ist offline
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Registriert seit: 12.08.2010
Beiträge: 59
Standard AW: Ich auch

Ich wohne in der Nähe von Osnabrück,wenn euch das irgentwie weiterhilft.

Mir fällt derzeit auf,wie allein ich im Grunde oftmals bin.Ich habe den Therapeuten einmal die Woche mit festen termin,mehr geht da nicht,selbst wenn aktuell etwas wäre und ich darüber sprechen wollte,so muß ich bis zum Termin abwarten,auch mit der Hospizhelferin ist das so.
Beide Personen arbeiten jeden Tag,wobei die Hospizhelferin an die 12 Stunden jeden tag unterwegs ist,und abends braucht sie ihre Ruhe,und an den WE hat sie als Frau des Pastors bei uns im Ort auch einige Aufgaben zu erfüllen,nebenbei noch Hausfrau/Ehefrau/Mutter,ich kann ihre Zeit nicht unendlich bekommen,und jemand anderen möchte ich nicht,die mich in dieser Weise "begleitet",denn ich habe ganz bewusst "diese"Frau gewählt.

Es ist schwer allein zu sein,auch wenn ich Kinder habe,so fühle ich mich allein.
Es gibt menschen,die beneiden mich,mensch,du bist wenigstens allein,kannst alles allein entscheiden,brauchst auf niemanden Rücksicht nehmen,niemand redet dich voll.Diese Menschen wünschen sich ab und zu meine Situation herbei,ich wünsche mir nicht jeden tag allein sein zu müßen,aber ich habe keine andere wahl.
"Mal"allein sein zu dürfen,ist immer noch was anderes,als jeden tag allein sein zu müßen,jeden einzelnen Tag allein sein müßen,ob Tag oder Nacht,ob Feiertag oder Alltag,es ist jeden tag das gleiche Gefühl.
Sicher,allein sein bringt auch seine Vorteile mit sich,aber für mich ist der überwiegende Teil des allein sein müßen negativ besetzt.
Solange ich schon meine Kinder habe,solange lebe ich auch allein,ich habe nie wieder Beziehungen aufbauen können weil ich mit mir selbst nie in beziehung gehen konnte,zu sehr habe ich mich und meinen Körper abgelehnt,zu sehr strahle ich noch bis heute meine unzufriedene Art aus.
Niemand würde mich so mögen können,denn ich mag mich selbst nicht mehr.

Und jetzt durch den Gehirntumor ist alles noch schlimmer geworden und viele Wünsche sind vergebliche Mühe geworden.


Lilli44
 

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