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  #1  
Alt 19.02.2011, 15:11
growingUp growingUp ist offline
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Hallo Hakan,

zwar poste ich wenn überhaupt im Pankreasforum, jedoch ist die Operationstechnik bei einem Pankreaskopftumor und einem Kladskintumor in Teilen ähnlich (sieht man von eventuellen Leberressektionen ab) also dürften auch die Folgen ähnlich sein. Ich melde mich, da ich hoffe mit der folgenden möglichen kurzen Erklärung vielleicht etwas zu Ihrer Beruhigung beitragen zu können.

Bei mir wurden vor gut 1,5 Jahren der Pankreaskopf, Zwölffingerdarm und die Gallenblase im Rahmen einer pyloruserhaltenden Whipple-OP entfernt. Aus eigener Erfahrung und auch durch Berichte von Leidensgenossen weiß ich, dass durch die Tatsache, dass der verbleibene Gallengang direkt mit einer Darmschlinge vernäht ist und leider kein "Ventil" besitzt u.U. Bakterien aus dem Darm in den Gallengang geraten können und dort eine Entzündung auslösen. Diese Entzündungen sind meist mit Fieber und Appetitlosigkeit verbunden und verursachen zum Teil auch sehr heftige Schmerzen.

Ich weiß von Leidensgenossen, die dies seit Jahren immer wieder durchmachen und zur Sicherheit zu Hause immer eine Packung Antibiotika rumliegen haben.

Es ist klar, dass Sie sich große Sorgen machen, aber nach einer Whipple-OP bzw. den dadurch verursachten Umbauten treten halt doch manchmal komische Sachen auf, welche zum Glück oft relativ harmlose Ursachen haben.
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass dies bei Ihrer Mutter auch der Fall ist.

Grüße und alles Gute
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  #2  
Alt 19.02.2011, 22:46
xkaan xkaan ist offline
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Standard AW: bitte um dringende antwort!

danke lieber Manfred und growingUp,

aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um eine entzündung handelt. jetzt müssen wir bis montag warten bis die blutwerte da sind.

meine ängste werden wahrscheinlich nicht so einfach nachlassen, aber ihr habt mich etwas beruhigt..hoffentlich ist es wirklich etwas harmloses..

lg
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  #3  
Alt 21.02.2011, 23:01
soulsurfer soulsurfer ist offline
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Hallo xkaan,
wird sicher eine Entzündung sein. Ich möchte dir aber als selbst Betroffener ein paar Tipps mit auf den Weg geben.
Falls noch noch nicht geschehen suche für deine Mutter einen Onkologen zur Koordination der Nachsorge und Kontrolluntersuchungen. Eine Nachsorge, die nur von den Chirurgen der OP organisiert wird berücksichtig eventuell nicht alle onkologischen Gesichtpunkte. Laß einmal im Jahr zusätzlich zu den anderen Kontrolluntersuchungen ein PET-CT machen. Da die CT Komponente dabei mit niedriger Strahlendosis gefahren wird, ist die Untersuchung gering belastend und es gibt keine aussagekräftigere Untersuchungsmethode um Lymphknotenmetastasen zu entdecken. Die Ärzte vorordnen das zwar ungern da teuer, aber wenn sie selber betroffen sind, sind sie selber laufend beim PET-CT. Vermeide eine engmaschige Kontrolle per normalen CT. Diese Untersuchung ist extrem belastend. Bei Engmaschigen Kontrollen ist das MRT zu bevorzugen.
Viele Grüße
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  #4  
Alt 23.02.2011, 12:08
xkaan xkaan ist offline
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hallo soulsurfer,

ja meine mutti ist in onkologischer betreuung. habe noch nichts von dem PET-CT gehört. danke für den rat.

ich trau mich immer nicht die ärzte auf so etwas anzusprechen, weil ich angst habe wie ein "klugscheißer" zu wirken. Sie werden auch bestimmt sagen, dass es nicht nötig ist und wenn es so wäre, würden sie das doch machen.

wir haben zwar eine sehr liebe onkologin, aber habe immer angst dann blöd da zu stehen oder die ärzte zu nerven.

wie kann man das denn höflich schildern?
Müssen ärzte nicht darauf eingehen bzw sind sie nicht verpflichtet, wenn ich diesen Wunsch von solch einer Untersuchung habe? muss ich die Kosten der Untersuchung selbst tragen?

Geändert von xkaan (23.02.2011 um 12:30 Uhr)
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  #5  
Alt 23.02.2011, 12:35
Rösschen Rösschen ist offline
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eine kurze Anmerkung hier:

die Ärzte haben im Schnitt 6 - 8 Jahre studiert... woher sollen die denn alles wissen?

Wenn ich die Ärzte meines Mannes auf ein Thema anspreche, ist mir das egal, wie das wirkt.... es geht ja schließlich um sein Leben!


Und leider haben wir trotz der Kürze seit Diagnosestellung schon die Erfahrung machen müssen, dass gerade in großen Kliniken Fehler gemacht werden! Deshalb werde ich ab sofort immer alles hinterfragen, bis ich es verstehe auch wenn es klugscheißerische wirkt... da bin dann entspannt.

Alles Gute!

Rösschen
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  #6  
Alt 23.02.2011, 15:53
soulsurfer soulsurfer ist offline
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Hallo,

genau so wie Rösschen das beschrieben hat sehe ich das auch. Allerdings versuche ich im Gespräch mit dem Arzt immer diplomatisch zu sein. Ich möchte ja nicht den Eindruck erwecken, dass ich seine fachliche Kompetenz in Frage stelle.
Ärzte sind da auch nur Menschen und fühlen sich auch mal schnell im Ehrgefühl verletzt. Ich hatte mal den Fall ,dass ich bei einer OP darauf bestanden habe vom Chef opriert zu werden. Danach hatte ich immer das Gefühl, dass mein Verhältniß zu einem der Oberärzte etwas angespannt war. Im nachhinein weiß ich, dass der Oberarzt sicher genau so gut operiert hätte. Ich kannte den Arzt aber zu dem Zeitpunkt nicht und hatte auch keine große Zeit mir noch Informationen zu besorgen. Der Chef war mir bekannt und daher hab ich mich auch für den Chef entschieden.
Ist echt blöd wenn man sich als Patient in Situationen, in denen man um sein Leben fürchtet, sich auch noch Gedanken darum machen muß, wie man am besten mit den Ärzten redet damit eine gute Zusammenarbeit gewährleistet ist. In Bezug auf Komunikation würde ich mir bei manchen Ärzten ein bischen mehr Professionalität wünschen.

Meine Erfahrung ist, dass gerade die Onkologen in Bezug auf Komunikation und Patientenumgang besser geschult sind. Mein Onkologe vermitteln mir auf jeden Fall den Eindruck immer für mich Zeit zu haben und da wird auch jede Frage beantwortet. Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass mein Onkologe in Bezug auf das PET-CT in meinem Fall es auch nicht als notwendig ansieht die Wirksamkeit der Chemo damit zu überprüfen. Bei der Begründung dazu ist er etwas in straucheln gekommen, so das die Vermutung nahe liegt das andere Gründe ein Rolle spielen. Ich bin da dann nicht weiter drauf eingegangen um ihn nicht in Verlegenheit zu bringen. Im Endeffekt seh ich das so, auch Experten können unterschiedliche Meinungen haben. Und im Zweifelsfall holt man sich eben auch mal eine Zweitmeinung.
In Bezug auf PET-CT hab ich das Glück, dass ich durch einen befreundeten Nuklearmediziner sehr gut informiert bin was man damit sehen kann. Der Vorteil ist im groben, dass man die Aktivität der Krebszellen angezeigt bekommt und somit schon frühzeitig eine Aussage bekommt was sich im Körper tut. Bei den anderen bildgebenden Verfahren tun sich die Radiologe meistens schwer eine wirklich klare Aussage zu treffen. Die sehen dann da ist was und die Beurteilung hängt von der Erfahrung des Radiologen ab. Allerdings muß man einschränkender Weise auch sagen, dass es bestimmte Organe (wenn ich mich recht erinnere bei Hohlorganen) gibt bei denen ein PET-CT keinen so großen Vorteil bringt. Zur Beurteilung von Lymphnoten gibt es allerdings definitv nichts besseres. Ich hab ohne Ende radiologische Befunde in denen keine klare Aussage getroffen wird. Bei solchen Befunden sollte man dann auch lieber einmal ein PET-CT zu rate ziehen.

Zu den Kosten bei PET-CT. Normalerweise sollte das von der Krankenkasse bezahlt werden. Man benötigt eine Überweisung zur einer Nuklearmedizinischen Abteilung, die für die entsprechende Krankenkasse zugelassen ist. Normalerweise gibts da gar keine Diskussion, dass bei einem Krebspatienten eine Krankenkasse das PET-CT nicht bezahlt. Einzige Ausnahme ist, wenn wie gesagt die entsprechende nuklearmedizinische Abteilung keine Zulassung hat. Dann würde ich vorab mit der Krankenkasse Rücksprache halten und einen Kostenübernahmeantrag stellen.

Viele Grüße

Geändert von soulsurfer (23.02.2011 um 16:06 Uhr)
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