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Alt 09.08.2003, 16:40
Benutzerbild von Rudolf
Rudolf Rudolf ist offline
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Registriert seit: 07.05.2003
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Beiträge: 1.751
Standard Angst aber auch Hoffnung

Liebe Romy,
Müdigkeit und Schlappsein würde ich auch auf die großen Operationen zurückführen.
Ich habe seinerzeit wegen des großen Blutverlustes insgesamt 4 Blutkonserven bekommen während und nach der Operation.
Trotzdem, schwach habe ich mich noch einige Wochen gefühlt, aber am Ende der Reha ging es schon wieder ganz gut. Heute fühle ich mich, als wäre ich nie krank gewesen.

Die Bezeichnung IMT gilt für die Immun-Chemo-Therapie mit Interferon/Interleukin.
Die Mistel wirkt durchaus anders, wenngleich auch über das Immunsystem.
Wenn die Mistel bei Deinem Vater wirkt, was ich ihm sehr sehr wünsche, dann braucht er überhaupt nichts anderes. Damit will ich aber nichts gegen unterstützende Maßnahmen wie Wobe Mugos usw. sagen.
Bestrahlung kann beim Nieren-Ca vielleicht lindern, Heilung bringt sie nicht. Mir kommt sie manchmal vor wie eine Beschäftigungstherapie für Ärzte.

Chronische Gelenkentzündung und Rollstuhl wurden mir bei der Schilderung der IMT-Nebenwirkungen nicht angedroht. Trotzdem habe ich sie abgelehnt. Aber ich bin nicht ganz sicher, ob ich das durchgehalten hätte.
Zartgefühl scheint jener Ärztin fremd. Aber wenn man einen Patienten erst mal klein macht, dann ist er um so dankbarer, wenn all die Nebenwirkungen nicht eintreten. Nicht alle Ärzte besuchen eine Vorlesung über Menschenwürde. Das lernt man nur im Selbststudium!

Über meine Einstellung und Gedanken habe ich Dir ja ein paar Seiten zugefaxt. Weitere Tips oder Ratschläge zu geben, fällt mir sehr schwer.
Was ich wirklich gemacht habe, mag "erschreckend wenig" sein.
Ich habe gekämpft, ja, aber nicht gegen den Krebs. Sondern für das Leben. Und das findet eher im Kopf statt als mit Arzneimitteln.
Das wichtigste ist vielleicht, keine Angst zu haben. Ich habe ja schier unglaubliche 9 - 10 Monate zugesehen, wie meine Lungenmetastasen langsam gewachsen sind, bevor die Mistel mich entdeckte. Die Mistel war mir vorher durchaus bekannt, aber ich habe sie nicht ernst genommen.
Ich habe auch zu keinem Arzt gesagt: löse mein Problem, sondern: ICH habe da ein Problem zu lösen, kannst du mir helfen?
Und ich habe mich gefragt, was mir da wohl "an die Nieren gegangen" ist, 1 - 2 Jahre vorher. Ich weiß es jetzt. Es ist nicht mehr wichtig.
Und ich hatte damals eine sehr liebe Partnerin. 3 Monate nach der Diagnose haben wir geheiratet.

Zu den Kliniken in Freiburg und Bad Mergentheim (? ) kann ich Dir nichts sagen. Denn für meine Heilung war ich mehr oder weniger Autodidakt.
So mancher geheilte Krebspatient hat sich weniger um seine Krankheit gekümmert als um seinen Platz in der Welt, um die kleinen und großen schönen Dinge der Welt, um Familie, Beruf, Hobby. Seele baumeln lassen, sich selber streicheln, wenn's die anderen nicht tun. Sich selbst wichtig nehmen.

Ich habe auch meine Ernährung nicht umgestellt!
Allerdings schmeckt mir Vollkornbrot schon immer besser als das langweilige GRAU-Brot.
Liebe Grüße an Euch alle
Rudolf
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