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  #1  
Alt 24.07.2018, 13:40
jens36 jens36 ist offline
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Registriert seit: 24.07.2018
Beiträge: 1
Standard Freund Diagnose Beuchfellkrebs

Hallo ihr Lieben,
ich schreibe hier für meinen besten Freund (53), da ich das Forum als selbst Betroffener seit 05-2014 kenne.
Dort wurde bei mir ein T3 Rektumkarzinom erkannt, und es folgte der übliche Weg über Neo/adju-Strahlent.-TME-adju-RV und bis heute (Holzklopfen) alles gut.
Es geht aber nicht um mich..
Ihn hat es im Januar 2018 mit der Diag. Bauchfellkrebs erwischt.
Beim Primärtumor war man sich irgendwann später sicher es sei ein Schleimbildender am Blinddarm(ich spare mir die lat. Ausdrücke)

Schnell hatte ich Hipac und Pipac gegoogelt und empfahl eine Therapie in einem nahen Kompetenzzentrum.
Andere Organe waren bis dahin nicht befallen.
Er entschied sich für ein anderes Haus, das im mehr Vertrauen gab.

Dort wurde eine Chemo über mehrere Monate in 12 Zyklen angesetzt.
Unter dieser Chemo und unter der Einnahme von Opiaten, Cortison und stimmungsaufhellenden Appetitanregern kam er wieder zu Kräften, nahm 15kG zu, das Bauchwasser verschwand, und er brauchte keine Sauerstoffunterstützung mehr.

Zur Halbzeit der Chemo wurde ein CT angesetzt, und das Bauchfell war unverändert, sowie die Marker deutlich reduziert.
Sah also nicht soo schlecht aus.

Während der letzten zwei Monate wuchs der Bauch jedoch immer stärker an und die Verdauung bereitete Probleme.
Dreimalige US Untersuchungen wurden mit dem Hinweis beendet, er müsse abführen, da sei alles Kot im Darm.

Erst bei US vier den ein Arzt der anderen Abteilung nach Selbsteinweisung wg. Schmerzen durchführte erkannte dieser ein auf sechs Zentimeter angewachsenes Bauchfell, und die TM sind auf Rekordhoch.
Daraufhin wurde bei der vorletzten Chemo abgebrochen, und nun auf eine andere umgestellt.

Mein Freund stellte sich parallel in einem Kompetenzzentrum vor, und dort will man nun die Chemo beibehalten, aber zeitgleich auch Hipac/Pipac anwenden.
(wenn beim bevorstehenden MR keine metas an Leber, Magen usw entdeckt werden)
Daher nun meine Frage-
Beim Darmkrebs gibt es die Leitlinien und die sind bei mir strikt eingehalten worden.

Gibt es das beim Bauchfellkrebs nicht?
Vieleicht können hier ja ein paar wissende für Aufhellung sorgen..

Herzlichen Dank und Gruß
Jens

Geändert von gitti2002 (24.07.2018 um 17:21 Uhr) Grund: Nutzungsbedingungen
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  #2  
Alt 24.07.2018, 16:35
Luisel Luisel ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 16.12.2017
Beiträge: 35
Standard AW: Freund Diagnose Beuchfellkrebs

Hallo Jens,
es tut mir Leid, dass es deinen Freund erwischt hat.
Zu deinen Fragen: wenn ein Primärtumor gefunden wurde, dann handelt es sich nicht um Bauchfellkrebs, sondern um Bauchfellmetastasen. D.h., es kämen die Leitlinien des Primärtumors in Betracht. Bei Vorliegen von Metastasen handelt es sich immer um ein fortgeschrittenes Stadium, für das es oft keine Leitlinien gibt.
Warum Chemo statt OP veranlasst wurde, werden wir als Laien nicht beantworten können. Im Bauchfell wirkt Chemo nicht sehr gut, ein Arzt sagte mir, nur zu 30%.
Ich selber hatte vor 6 Wochen eine HIPEC aufgrund von Bauchfellmetastasen und vorher 5 Chemos um die weitere Metastasierung zu bremsen.
Nach deinen Informationen stelle ich mir auch die Frage, warum keine OP nach Besserung der Symptome.
Nach meinen Erfahrungen nach über 2 Jahren mit metastasiertem Darmkrebs und 5 Krebs-OPs ist es für das Überleben das Wichtigste, Ärztemeinungen zu hinterfragen, die richtigen Ärzte zu finden und auch Entfernungen in Kauf zu nehmen. Meine HIPEC wurde 500 km weit von hier durchgeführt. Leider muss man sich selbst um alles kümmern, und das in einer Situation, in der man nicht die Kraft dazu hat.
Alles Gute für euch.
Liebe Grüße
Luisel

Geändert von gitti2002 (24.07.2018 um 17:23 Uhr) Grund: Titeländerung
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