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  #1  
Alt 12.01.2018, 10:43
melanie7 melanie7 ist offline
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Registriert seit: 12.01.2018
Beiträge: 1
Standard Chemo und Schule ?

Hallo,
meine 13 jährige Tochter hat ein Rezidiv eines schwach bösartigen Tumors an der HWS und bekommt jetzt den 2.Versuch einer Chemo.
Im Sommer waren es 3 Blöcke VAC, das hat sie schlecht vertragen hat und gebracht hat es nichts, nun kommt für mind. 1/2 Jahr wöchentlich MTX und Vinblastin in geringer Dosierung ( 3 mal schon geschafft)
Ihre Blutwerte waren immer gut, trotzdem geht es ihr schlecht.
Starke Schmerzen am Hals hat sie immer( auch mit Schmerzmitteln), aber die Chemo verursacht bei Ihr Bauchschmerzen, Übelkeit ( diesmal ohne Spucken), Schwindel und alles tut irgendwie weh. Auch fühlt sie sich immer kaputt.
Bei der anderen Therapie ging es ihr immer 5 Tage schlecht, am 6 konnte sie in die Schule und am 7 ging es wieder von vorne los.
Bei der neuen hatte ich gehofft, dass es ein paar Tage besser geht, scheint aber nicht so zu sein.
Ich wüsste so gerne, ob es sinnvoll ist sie zu drängen, sich aufzuraffen und zumindest 2 Stunden Schule mitzumachen ( für Teenager Sozialkontakte extrem wichtig..) oder ob ich akzeptieren soll, dass sie einfach nicht kann.
Das fällt mir unglaublich schwer, das zu entscheiden.
Sie hat grundsätzlich eine Lehrerin, die zu uns kommt, aber auch dazu fühlt sie sich zu schlecht.
Ich hätte dazu gerne Erfahrungen von euch.
Danke
Mel
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  #2  
Alt 12.01.2018, 10:57
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Registriert seit: 04.09.2007
Beiträge: 1.918
Standard AW: Chemo und Schule ?

Ich habe selbst eine Chemo hinter mir und die 13-jährige Tochter meiner Freundin machte es letztes Jahr durch. Mir hatte mein Chef auch die Möglichkeit eingeräumt, tageweise arbeiten zu gehen und mir fiel ein Stein vom Herzen, als ich die Entscheidung traf, keine Verpflichtung einzugehen.

Für Sozialkontakte muss man nicht in die Schule, schon gar nicht als Teenager. Freunde bringen Arbeitsmaterial vorbei, damit das Kind auf dem Laufenden ist, ansonsten kann man chatten, telefonieren und besuchen. Das kann eine 13-Jährige alleine abschätzen, wie es ihr geht.

Meine Freundin richtete eine Whatsapp-Gruppe auch für uns Freunde ein, in der auch die kleine Patientin selbst Mitglied war. Wir wurden über Fortschritte informiert, sporten etwas an und sie konnte wählen, wie viel Kontakt sie möchte.

Kurz: Wenn sie nicht in die Schule will, würde ich sie nicht drängen.
__________________
lg
gilda
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  #3  
Alt 12.01.2018, 16:55
hierfalsch hierfalsch ist offline
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Registriert seit: 10.02.2012
Ort: Tief im Westen
Beiträge: 343
Standard AW: Chemo und Schule ?

Also wenn ich mir vorstelle ich hätte die paar Stunden in der Chemo wo es mir halbwegs ging mit zur Arbeit gehen sollen -
Ich wäre zusammen gebrochen!!!! Man muss doch auch mal 5 Minuten das Gefühl haben was "angenehmes" machen zu dürfen. Wenn Du sie zu was "drängen" willst, würde ich EHER noch Sport empfehlen - etwas Bewegung ist gut gegen Chemonebenwirkungen und Sozialkontakte kann man dabei mindestens genauso gut pflegen, wie im Matheunterricht...
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  #4  
Alt 12.01.2018, 19:07
Benutzerbild von GlidingGeli
GlidingGeli GlidingGeli ist offline
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Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 533
Standard AW: Chemo und Schule ?

Hallo Mel,

ich kann mir nicht vorstellen, dass der Besuch des Unterrichts gut wäre, denn die Infektionsgefahr ist doch sehr groß. Vielleicht bestände die Möglichkeit über eine Videolifeschaltung zumindest zeitweise am Unterrichtsgeschehen teil zu nehmen. Wie soll denn deine Tochter im Stoff bei viele Fehlzeiten mit halten können.
Schule sollte doch im Augenblick eine eher untergeordnete Rolle spielen, das kann später nachgeholt werden.

Deiner Tochter alles Gute
GlidingGeli
__________________

Mögest du dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.


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