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Alt 24.01.2009, 15:30
taunus_uwe taunus_uwe ist offline
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Standard komplette magen entfernung vor ca 6wochen,zustand immer schlechter,bitte umhilfe/tips

hallo,
einen schönen guten tag erstmal, ich habe mich heute neu hier angemeldet und erhoffe mir von euch hilfe und tips.

meine mutter (73 jahre) hat vor ca 6 wochen den kompletten magen entfernt bekommen, dazu 40 magenlymphen, von denen 4 befallen waren, jetzt ist der krebs wohl erstmal raus. die folgende reha hat sie nach 5 tagen abgebochen, da sie sich dort alleine gelassen gefühlt hat und eigentlich nicht viel gemacht wurde. sie wollte wieder zurück zu ihrer familie.

mein vater sorgt sich sehr um meine mutter, kocht und macht alles, was vorher meine mutter innerhalb der familie machte. ich muss sagen, mein vater macht das sehr toll, allerdings kommt er mit dem psychischen zustand meiner mutter immer weniger klar! - depressionen, ängste, müdigkeit usw.

unsere ganze familie ist natürlich total geschockt von der diagnose und natürlich müssen wir das alle irgendwie verkraften, meine mutter am meisten, aber ich habe das gefühl, ihr geht es nun, nach der OP, immer schlechter.

was ich hier so gelesen habe, hat sie im vergleich wohl nur gering an gewicht abgenommen, wog vor der OP, bzw 4-8 wochen vor der op, wo sie immer weniger gegessen hat, ca 70kilo, jetzt 63kg, und die hält sie im moment.

ich bin so froh und dankbar, dass sie die OP überstanden hat, denke, sie hats nochmal geschafft, aber ich habe auch das gefühl, dass sie im moment nur noch wegen uns weiter lebt und kämpft, wenn es nach ihr ginge, würde sie sich einfach in ihr bett legen und sterben.

entschuldigt bitte den langen text ... nun zu den fragen:

ist es normal, dass sie sich immer mehr vor dem essen ekelt, sogar angst entwickelt? sie soll ja mehrmals am tag kleinigkeiten essen, aber der zwang hierzu, ohne hunger essen zu müssen, ist so groß, dass sie es immer mehr ablehnt und das essen zur zumutung wird, bessert sich das? wie lange dauert so eine anpassung?

natürlich verträgt sie vieles nicht mehr, das geht gleich durch, und schwächt sie sehr, und das ist das zweite hauptproblem! die schwäche!!

eigentlich ist sie ständig down! denkt jeden morgen, "wieder ein horrortag mit essen, das ich nicht will usw...."

ist das alles normal?

mein vater kümmert sich so liebevoll, und gibt sich alle mühe, aber die situation verschlechtert sich zunehmends, weil das gefühl stark ist, dass es eher schlechter wird, als besser...

übrigens, die trinknahrung nimmt sie nicht mehr, ekelt sich zu sehr davor mittlerweile, hat sie ca 2 wochen ausgehalten, ich glaube das war fresubin.

(p.s.: chemo ist im moment noch unklar, termin beim onkologen ist erst ende februar!)

bitte um hilfe und tips...

vielen dank, uwe

Geändert von taunus_uwe (24.01.2009 um 15:36 Uhr)
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