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Alt 27.07.2008, 18:39
aldianer aldianer ist offline
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Standard AW: Ernährung nach Magenentfernung

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Zitat von spyro37 Beitrag anzeigen
Hallo, das Thema hat es möglicherweise hier schonmal gegeben, möchte jedoch nochmals kurz darauf zurückkommen. Meine 42-jährige Frau wurde vor knapp drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert. Diagnose war Magengeschwüre mit eingelagerten, bösartigen Zellen, allerdings hat man noch nicht von einem Karzinom o.ä gesprochen. Naja, auf jeden Fall wurde der Magen vor knapp einer Woche komplett entfernt. Die weiteren Befunde aus der Pathologie waren glücklicherweise negativ. Sie erhält keine Chemotherapie. Jetzt habe ich entsprechende Fachliteratur gelesen. Auch Bücher die entsprechend hier empfohlen wurden und wundere mich ein bisschen das, MANCHMAL, die aktuelle Krankenhauskost so überhaupt nicht dem entspricht was in den Büchern steht, woraus ich schließe das es im Krankenhaus eben nur Magenschonkost o.ä ähnliches gibt und nicht was total spezielles für diese Patienten. Also aktuell gibt es Suppen, Weißbrot, Quark, Joghurt, Obstbreie. Kaffee, Tee mit Milch und Zucker. Vermutlich sind Diätsorten dabei. Es wurde im KKH auch mit keinem Wort erwähnt das sie kein Getränk während des Essens zu sich nehmen darf, oder nicht zu kaltes trinken soll, wegen der spontanen Darmentleerung. Aber auch da ist noch nichts dergleichen passiert. Insgesamt kann sie ganz passabel essen, mußte sich auch bisher nicht übergeben, etc.
Hat allerdings einige Minuten nach dem Essen krampfartige Schmerzen im Darmbereich. Ich nehme mal an wegen einsetzender Verdauung und der noch frischen OP Nachwehen.
Ist es möglich das die Patienten trotz gleicher Operationen unterschiedlich reagieren, bzw, deren Verdauungsorgane, das in den entsprechenden Büchern lediglich mögliche Fallbeispiele stehen die dann individuell unterschiedlich sind.
Und,.. kennt jemand eine etwa gleichaltrige Person (also um die 40-45) die eine Magenentfernung hinter sich hat. Wie gestaltet sich das Leben damit?
Gruß
Spyro
Hallo erst mal viele liebe Grüße an die Patientin und alles gute für die Genesung.Ich bin 38 Jahre und mir wurde im Dezember 2007 auch der komplette Magen entfernt, nachdem bei mir ein bösartiges Sigelringkarzinom festgestellt wurde. Die Ärzte haben mir damals nicht allzugroße Hoffnungen gemacht, aber wie man sieht, ich bin noch da.Mir erging es anfangs ähnlich bei der Ernähurung,ich habe auch versucht mich an alles zu halten, was in den Büchern steht und was die Ärzte mir sagten, aber mit der zeit hab ich selber am besten gemerkt was ich " vertrage" und was nicht.Zum Beispiel keine Kohlensäure und manche Tage ernähre ich mich nur von Erdnußflips und Tee und andere Tage da vertrage ich mittlerweile auch schon eine kleine Ecke pizza.Aber es ist ein ständiges Auf und Ab und mir ging es die ersten Wochen als ich aus Klinik heim war relativ gut und doch mußte ich immer wieder auch mit Rückschlägen leben und gerade in letzter Zeit haben sich meine Werte und mein Gesamtbefinden wieder stark verschlechtert, aber ich lasse mich nicht unterkriegen und ich weiß es kommen sicher auch wieder bessere Tage.
Bitte tu dir und auch deiner Frau einen Gefallen und bedränge sie nie, " Du mußt aber etwas essen, ach iss doch was ....." Das ist das schlimmste für mich , wenn meine Familie es mal wieder gut meinen will und mich damit total unter Druck setzt. Wir " Magenlosen " wissen selbst am besten wann wir was essen wollen und vorallem KÖNNEN !!!
Also alles liebe an deine Frau und wenn sie mit jemanden reden will,dem es so geht wie Ihr , dann kann sie mir gerne schreiben, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es alle nur gut meinen wollen, aber verstehen kann einen nur jemand der das selbe Schicksal teilt. Sorry ist nicht böse gemeint, aber wir haben nicht nur unseren Magen verloren, sondern unsere Seele ist auch betroffen. Ganz liebe Grüße und alles Gute von Heike
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