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Alt 29.03.2008, 11:58
SilWa SilWa ist offline
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Registriert seit: 28.03.2008
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Standard Mein Vater und die Diagnose Speiseröhrentumor - Fragen über Fragen

Hallo zusammen,

ich weiß gar nicht so recht, wo und wie ich anfangen soll... Und vermutlich muss ich mir einfach nur manches von der Seele schreiben.

Letzten Samstag brachten meine Mutter und ich meinen Vater, 60 Jahre und seit gut 2 Jahren herzkrank, ins Krankenhaus, da er über schlimme Schmerzen in Schulter und Brust klagte. Das Blutbild ergab erhöhte Leberwerte und es wurde noch in der Ambulanz eine Sonographie der Leber vorgenommen. Mit den Worten "Ich sehe eindeutig Metastasen" wurden wir stehen gelassen. Mein Vater wurde stationär aufgenommen und logischerweise erst nach den Feiertagen begannen weitere Untersuchungen. Zwei Magenspiegelungen ergaben einen Tumor am unteren Ende der Speiseröhre im Übergang zum Magen. Die Darmspieglung ergab keinen weiteren Befund. Auch das CT zeigte keine weiteren Befunde an anderen Organen. Jetzt steht noch eine Leberpunktion aus, die mit den histologischen Ergebnissen des Tumors abgeglichen werden soll. Am Montag findet eine Tumorkonferenz im KH statt und dann wird über die weitere Therapie beraten. Operabel ist der Tumor nicht, und genau hier stellen sich mir die ersten Fragen. Warum nicht?! Die Assistenzärztin begründete dies mit der Lage. Ich habe aber mittlerweile mehrfach gelesen, dass gerade OPs am unteren Ende der Speiseröhre durchführbar sind. Ich bin mehr und mehr verwirrt und besorgt, da wir bisher keine wirklich treffenden Aussagen seitens der Ärztin erhielten. Chemotherapie und Bestrahlung sollen in jedem Fall folgen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob mein Vater nicht in einer anderen Klinik besser aufgehoben wäre.

Tausend Fragen und so viele Wege, aber welcher ist der richtige?! Und letztlich stehe ich nur hilflos an der Seite meines Vaters, der kaum spricht und kann nichts, aber auch nichts tun. Außer für ihn und meine Mutter, die kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht, da sein und mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Expertin über diese verdammte Krankheit machen, um so viel wie möglich zu verstehen. Angefangen bei den medizinischen Aspekten bis hin zu den ganzen Verwaltungsabläufen im Hinblick auf Schwerbehinderung und Rente.

Ich hoffe hier auf einen informativen Austausch und Ratschläge.

Besorgte Grüße
SilWa

Geändert von SilWa (30.03.2008 um 18:01 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur
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