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Alt 27.07.2014, 08:23
kicia kicia ist offline
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Standard Endstation Hospiz, wie soll ein Mensch das nur ertragen?

Hallo, nach vielem Mitlesen schreibe ich nun auch mal wieder.Leider.Damals, vor 9 Jahren nahm mir der Lungenkrebs bereits meine Mutter auf grausame Art.Heute weiß ich, das es noch schlimmer geht. 10 Jahre kämpfte mein geliebter Papi gegen Blasenkrebs, Lungenkrebs jetzt hat er scheinbar auch was an der Speiseröhre und eine Metastase im Kopf.Was hat er nicht alles über sich ergehen lassen. Und nun, seit gestern liegt er im Hospiz. "Warum das alles.Was habe ich getan?" Hat er mich gerade gefragt und geweint.Und er weint sonst nie.Da habe ich auch geweint.Ist das ok? Oder sollte ich nicht versuchen stark für ihn zu sein? Ich bin am Verzweifeln, er wäre so gerne nach Hause. Ein paar Tage haben wir es versucht, ich und meine Schwester allein.Aber es ging nicht.Zumal er auch noch eine Lungenembolie bekommen hat.Immer diese Frage, haben wir wirklich alles getan? Haben die Ärzte ihn nur abgeschoben, aufgegeben? ES tut so unbeschreiblich weh das alles.Ich habe Angst das nicht durchzustehen. Ich würde ihm so gerne etwas von seiner Last abnehmen. Ich will ihn auch nicht allein lassen und verbringe meinen "Urlaub" bei im hier im Hospiz.Ich habe furchtbare Angst dass er allein ist wenn er stirbt.Das war ja bei meiner Mutter so...das hat mich fertig gemacht.Zumindest er soll nicht allein sein Nach 9 Jahren kann ich sagen dass ich mich mit dem Tod meiner Mutter arrangiert habe.Sehr lange habe ich gebraucht. Und nun nimmt mir Gott meinen lieben Papi auch noch? Ich war immer ein papakind...

Traurige Grüße von
Einer verzweifelten Agi
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